Mikrobiom verstehen, die Darmgesundheit stärken: Forscher Dr. Paul Hammer klärt auf

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Warum ein moderner Mikrobiom-Test, individuelle Probiotika und eine gesunde Darmbarriere heute untrennbar zusammengehören

Das menschliche Mikrobiom nimmt in seiner Vielfalt in westlichen Gesellschaften seit Jahren deutlich ab. Gleichzeitig häufen sich Darmerkrankungen wie das Reizdarmsyndrom, Hinweise auf eine gestörte Darmbarriere („Leaky Gut“) oder chronisch-entzündliche Erkrankungen wie Morbus Crohn – ebenso wie neurologische und psychische Erkrankungen. Noch immer fehlt jedoch breites Wissen über die zentrale Rolle der Darmschleimhaut als Grundlage eines stabilen Mikrobioms sowie über die Auswirkungen moderner Umweltbelastungen, etwa durch Schwermetalle. Auch wissenschaftlich fundierte Mikrobiom-Tests, die heute einfach und bequem von zu Hause aus durchgeführt werden können, sind vielen Menschen noch kaum bekannt. ZEOLITH WISSEN hat deshalb mit Dr. Paul Hammer, Bioinformatiker, Systembiologe und CEO von BIOMES, gesprochen – über moderne Mikrobiom-Diagnostik, die Bedeutung der Darmbarriere und warum eine gezielte Darmsanierung, etwa mit dem Wirkstoff PMA-Zeolith, in bestimmten Fällen eine sinnvolle Voraussetzung sein kann.

Warum gerät unser Mikrobiom immer häufiger aus dem Gleichgewicht?

Das menschliche Mikrobiom ist längst im Mainstream angekommen. Kaum ein Gesundheitsthema wird derzeit so häufig diskutiert – und zugleich so häufig missverstanden. Probiotika werden millionenfach eingenommen, oft wahllos und getrieben von intensiver Werbung. Begriffe wie Darmgesundheit, Darmsanierung oder Darm-Achsen sind allgegenwärtig.

Gleichzeitig nehmen Erkrankungen zu, die in engem Zusammenhang mit dem Darm stehen: funktionelle Beschwerden wie das Reizdarmsyndrom, chronische Entzündungen, eine gestörte Darmbarriere („Leaky Gut“), Morbus Crohn – aber auch Depressionen, Angststörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson. Kardinale Fragen sind daher: Warum gerät unser Mikrobiom immer häufiger aus dem Gleichgewicht? Und was fehlt bei all diesen Informationen rund ums Thema Mikrobiom?

Umweltbelastungen, moderne Ernährung, Medikamente, Schwermetalle: Dauerstress für das Mikrobiom

Ein wesentlicher Teil der Antwort liegt in unserer modernen Umwelt. Hochverarbeitete, nährstoffarme Lebensmittel, Pestizide, Schwermetalle, Feinstaub, Medikamentenrückstände und sogenannte Ewigkeitschemikalien (PFAS) wirken täglich auf unseren gesamten Organismus, vor allem aber auf den Darm ein. Diese Belastungen treffen nicht nur einzelne Bakterienstämme, sondern das gesamte Ökosystem – und sie treffen auch die Darmbarriere, über die bei all den Informationen zum Mikrobiom (noch) viel zu wenig gesprochen wird. Genau sie ist jedoch der Boden, auf dem mikrobielle Vielfalt überhaupt erst gedeihen kann.

Denn das Mikrobiom ist kein loses Sammelsurium „guter“ Bakterien. Es ist ein hochkomplexes, sensibles System, das auf Stabilität angewiesen ist. Ist die Darmschleimhaut (ein Teil der mehrschichtigen Darmbarriere) entzündet, durchlässig oder chronisch überlastet, verlieren selbst nützliche Mikroorganismen ihren Halt. In solchen Situationen können Probiotika ihre Wirkung nicht entfalten – sie passieren den Darm, ohne sich dauerhaft zu integrieren.

Mikrobiom - hochkomplexes System - Bakterien

Vor diesem Hintergrund rückt der Begriff Darmsanierung zunehmend in den Fokus wissenschaftlicher Diskussionen. Gemeint ist kein damit kein oberflächliches „Lifestyle-Detox“, sondern die gezielte Entlastung des Darms samt Stabilisierung der Darmbarriere – insbesondere bei Menschen mit entsprechenden Beschwerden oder einem Verdacht auf Reizdarm, Leaky Gut oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen. In diesem Zusammenhang wird auch der klinisch geprüfte Wirkstoff PMA-Zeolith, der im Magen-Darm-Trakt belastende Substanzen binden kann und so zur Entlastung der Darmbarriere beiträgt, zunehmend in der Praxis eingesetzt. Nicht als Allheilmittel, sondern als möglicher Baustein in einem individuellen, evidenzbasierten Konzept.

Doch selbst bei optimalen Voraussetzungen bleibt eine zentrale Frage: Wie sieht das eigene Mikrobiom überhaupt aus? Was fehlt, was ist überrepräsentiert, wo bestehen funktionelle Lücken? Ohne konkrete Daten bleibt jede Empfehlung ein Ratespiel.

Vom Ratespiel zur Präzision: Warum individuelle Mikrobiom-Tests heute entscheidend sind

Genau hier beginnt die eigentliche Revolution der modernen Mikrobiomforschung. Dank hochauflösender Sequenzierung, Bioinformatik und künstlicher Intelligenz ist es heute möglich, das individuelle Mikrobiom differenziert zu analysieren – alltagstauglich, von zu Hause aus und wissenschaftlich fundiert. Einer der Pioniere auf diesem Gebiet ist der Bioinformatiker und Systembiologe Dr. Paul Hammer, Mitgründer und CEO von BIOMES.

ZEOLITH WISSEN hat mit ihm darüber gesprochen, was moderne Mikrobiom-Tests heute leisten können, wo ihre Grenzen liegen und warum sie helfen können, Verdachtsmomente einzuordnen, ohne medizinische Diagnosen zu ersetzen.

Dr. Paul Hammer – Wissenschaftler und Mikrobiom-Test-Entwickler im Interview mit ZEOLITH WISSEN

Dr. Paul Hammer ist Bioinformatiker und Systembiologe sowie Mitgründer und CEO von BIOMES. Seit vielen Jahren erforscht er, wie sich das menschliche Mikrobiom mithilfe moderner Sequenzierungsverfahren funktionell verstehen lässt. Mit BIOMES macht er dieses Wissen erstmals für individuelle Gesundheitsentscheidungen nutzbar.

ZEOLITH WISSEN (ZW): „Herr Dr. Hammer, das Mikrobiom ist heute in aller Munde. Was wird Ihrer Meinung nach dabei am häufigsten missverstanden?“
Dr. Paul Hammer (PH): „Was oft unterschätzt wird, ist die Komplexität. Viele Menschen glauben, das Mikrobiom ließe sich mit einzelnen Maßnahmen „reparieren“. In Wirklichkeit sprechen wir über ein hochdynamisches, jeweils einzigartiges Ökosystem, das auf Umwelt, Ernährung, Medikamente, Stress und den daraus resultierenden Gesamtzustand des Darms gleichzeitig reagiert und das sich im Laufe des Lebens auch immer wieder verändert. Ohne klare Daten bleibt vieles Spekulation.“
ZW: „Sie haben selbst Sequenzierungsverfahren und Auswertungsmethoden entwickelt. Warum war Ihnen der Schritt in die praktische Anwendung so wichtig?“
PH: „Weil ich überzeugt bin, dass dieses Wissen nicht im Labor enden darf. Wir können heute mit hoher Präzision erfassen, welche Mikroorganismen vorhanden sind, welche Funktionen sie erfüllen und wo Ungleichgewichte bestehen. Das eröffnet enorme Möglichkeiten, vor allem auch präventiv. Wir sehen ja, dass unsere Bevölkerung immer häufiger an Krankheiten leidet, die mit dem Darm, mit dem Mikrobiom verbunden sind. Besonders erschreckend sind für mich die steigenden Darmerkrankungen, aber auch die Krebsfälle, die zunehmend vor allem auch junge Menschen betreffen. BIOMES ist genau aus diesem Gedanken heraus entstanden.“
ZW: „Viele Menschen sind überrascht, dass ein solcher Test heute von zu Hause aus möglich ist.“
PH: „Das höre ich oft. Da hat sich in den vergangenen Jahren, auch durch unsere intensive Forschungsarbeit, eine Menge getan. Tatsächlich ist die Probenentnahme für die Leute mittlerweile ganz einfach. Die eigentliche Arbeit passiert erst bei uns im Hintergrund. Die Sequenzierung, die bioinformatische Auswertung, die Qualitätskontrollen: Das alles ist hochkomplex und dauert deshalb auch mehrere Tage. Aber genau diese Tiefe und damit unsere höchst komplexen Techniken braucht es, um wirklich belastbare Aussagen für jeden einzelnen Menschen zu treffen.“
ZW: „Was ist aus Ihrer Sicht der größte Vorteil einer individuellen Mikrobiom-Analyse?“
PH: „Die Analyse ersetzt Vermutungen durch Wissen, sie zeigt auf, wie es wirklich um mein persönliches Mikrobiom und meine Darmgesundheit bestellt ist. Erst wenn ich weiß, wie mein Mikrobiom aussieht, kann ich Ernährung, Lebensstil oder auch den Einsatz von Probiotika sinnvoll planen. Auch kann ich erkennen, wie stark mein Mikrobiom belastet ist und dann etwa erst einmal den Darm gründlich sanieren, damit ich mein Mikrobiom sorgfältig stabilisieren kann. Alles andere ist und bleibt ein Ratespiel und ein ‚Schuss ins Blaue‘, denn man verliert eine Menge wertvolle Zeit, die man nutzen kann, bevor sich chronische und schwere Erkrankungen manifestieren.“

Wenn die Vielfalt fehlt: Warum ein verarmtes Mikrobiom Körper und Psyche aus dem Gleichgewicht bringt

ZW: „Wenn wir über Individualisierung sprechen, über welche Dimensionen reden wir da eigentlich? Wie komplex ist ein Mikrobiom wirklich?“
PH: „Wir analysieren in jedem Test heute an die tausend verschiedene mikrobielle Komponenten – also Bakterien und deren funktionelle Gruppen anhand ihrer genetischen Eigenschaften. Das Entscheidende ist aber nicht nur die absolute Zahl, sondern die Diversität und Verteilung. Was wir sehr häufig sehen, ist, dass viele Menschen nur noch einen Bruchteil dieser Vielfalt aufweisen.“
Wir sehen heute in westlichen Gesellschaften eine massive Reduktion der mikrobiellen Vielfalt – dabei ist genau diese Vielfalt der zentrale Marker für Stabilität und Gesundheit.
Dr. Paul Hammer
ZW: „Was bedeutet das konkret?“
PH: „Bei gesunden, stabilen Mikrobiomen sehen wir eine hohe Vielfalt. In der Praxis begegnen uns jedoch viele Profile, in denen nur noch etwa 400 bis 600 unterschiedliche bakterielle Taxa vorhanden sind. Das heißt: Ein erheblicher Teil dessen, was dieses Ökosystem eigentlich ausmacht, ist durch unsere heutigen Lebensumstände schon schlicht verloren gegangen. Bestimmte Bakterienstämme sind praktisch ausgestorben – und das hat Konsequenzen.“
ZW: „Inwiefern?“
PH: „Ein Mikrobiom lebt von Redundanz und Vielfalt. Wenn bestimmte Funktionen nur noch von sehr wenigen Mikroorganismen übernommen werden, wird das System instabil. Es reagiert empfindlicher und stellt dann eine Grundlage für viele Erkrankungen dar. Genau hier setzen unsere Analysen an: Wir wollen sichtbar machen, wo diese Lücken sind und was sie bedeuten, damit die Menschen frühestmöglich gegensteuern können.“
ZW: „Gibt es bestimmte Indikationen oder Beschwerden, mit denen Menschen besonders häufig zu Ihnen kommen?“
PH: „Ja, und das ist für viele überraschend. Die häufigste Indikation sind natürlich klassische Magen-Darm-Beschwerden. Die zweithäufigste Indikation sind jedoch erschreckenderweise Angststörungen. Wie diese, und auch Depressionen zunehmen, sehen wir ja an den aktuellen Prävalenzzahlen. Rund ein Viertel der deutschen Bevölkerung sind betroffen und auch wir sehen das sehr deutlich in unseren Daten.“
ZW: „Das führt uns direkt zur Darm-Hirn-Achse…“
PH: „Ganz genau. Das Darmmikrobiom ist eng mit dem Nervensystem verknüpft. Viele Neurotransmitter oder deren Vorstufen – darunter etwa Serotonin – werden im Zusammenspiel mit Darmbakterien produziert oder reguliert. Wenn das Mikrobiom aus dem Gleichgewicht gerät, kann das erhebliche Auswirkungen auf Stimmung, Stressverarbeitung und emotionale Stabilität haben, eben bis hin zu Depressionen oder Angst-Erkrankungen.“

Der fehlende Schlüssel: Ohne gesunde Darmbarriere kein stabiles Mikrobiom

ZW: „Sie haben vorhin betont, dass Probiotika allein oft nicht ausreichen, um das Mikrobiom wieder auf Trab zu bringen. Wie wichtig ist in diesem Zusammenhang die Darmbarriere?“
PH: „Ja, die Darmbarriere ist fundamental, im wahrsten Sinne des Wortes. Das Mikrobiom kann nur dann stabil funktionieren, wenn die Darmschleimhaut als Teil der Darmbarriere intakt sind. Wenn diese Barriere geschädigt ist – etwa durch Entzündungen, Umweltbelastungen oder Medikamente –, können sich Mikroorganismen nicht dauerhaft ansiedeln. Dann sehen wir häufig Bilder, die man vereinfacht als „löchrigen Boden“ beschreiben könnte.“
ZW: „Und das ist heute kein Einzelfall, wie Zahlen und Statistiken leider deutlich zeigen.“
PH: „Ja, das ist leider richtig. Die hohe Prävalenz von Erkrankungen wie Reizdarmsyndrom, Leaky Gut oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn zeigt sehr deutlich, dass mit dem Mikrobiom auch die Darmbarriere bei vielen Menschen beeinträchtigt ist. In solchen Fällen sollte diese Barriere zunächst stabilisiert werden, dann kann man das Mikrobiom ganz gezielt aufbauen oder modulieren.“
ZW: „Hier wird auch über unterstützende Maßnahmen wie eine Darmsanierung diskutiert.“
PH: „Genau. Es geht darum, den Darm zu entlasten und wieder in einen Zustand zu bringen, in dem mikrobielle Vielfalt überhaupt möglich ist. Es gibt heute gut untersuchte Ansätze, die dabei unterstützen können, etwa durch die Bindung belastender Substanzen im Darm mit dem Mineralwirkstoff PMA-Zeolith. Solche Maßnahmen sind einfach und effizient, um den Boden zu bereiten, auf dem ein individuelles Mikrobiom wieder funktionieren kann.“
ZW: „Kommen wir nochmals zu den Darmerkrankungen zurück, die bekanntlich Millionen Menschen betreffen und es gibt sicherlich nochmals so viele, die das gar nicht wissen. Kann denn Ihr Mikrobiom-Test Hinweise auf Erkrankungen wie das Reizdarmsyndrom, eine gestörte Darmbarriere („Leaky Gut“) oder sogar chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn liefern? Was kann Ihre Mikrobiom-Analyse hier tatsächlich leisten?“
PH: „Ja, unsere Mikrobiom-Analyse INTEST.pro kann fundierte Hinweise auf funktionelle Störungen, entzündliche Prozesse und eine mögliche Beeinträchtigung der Darmbarriere liefern – so, wie sie typischerweise bei Reizdarm, Leaky Gut oder auch bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn auftreten. Dabei betrachten wir nicht einzelne Marker isoliert, sondern das gesamte mikrobielle Ökosystem. In die Auswertung fließen unter anderem entzündungsassoziierte Bakterien, Barriere-relevante Schlüsselkeime wie Akkermansia oder Faecalibacterium sowie zentrale Stoffwechselfunktionen ein – etwa die SCFA-Produktion wie Butyrat und deren Bedeutung für Immuninteraktionen. Auf diese Weise lassen sich typische Dysbiose- und Entzündungsmuster sehr gut erkennen und einordnen. Ergänzend empfehlen wir – insbesondere bei einem klinischen Verdacht – eine klassische Stuhldiagnostik, beispielsweise die Bestimmung von Zonulin zur Beurteilung der Darmbarriere. In Kombination entsteht so ein sehr ganzheitliches Bild der Darmgesundheit. Wichtig ist dabei: Unsere Analyse stellt keine medizinische Diagnose, liefert aber wertvolle, datenbasierte Hinweise, um gezielte weitere Abklärungen und personalisierte Therapieansätze sinnvoll einzuleiten.“

Wie läuft ein moderner Mikrobiom-Test konkret ab? – Ein Blick hinter die Kulissen von BIOMES

ZW: „Herr Dr. Hammer, viele Leser können sich unter einem „Mikrobiom-Test für zu Hause“ noch wenig Konkretes vorstellen. Wie läuft dieser Prozess tatsächlich ab?“
PH: „Der erste Schritt ist ganz einfach: Man bestellt den INTEST.pro-Test in unserem Shop auf der BIOMES-Website. Dann senden wir dem Klienten das Test-Kit zu. Die Probenentnahme erfolgt zu Hause, unkompliziert und ohne medizinische Vorkenntnisse, das dauert keine zwei Minuten. Das ist wichtig, denn wir möchten möglichst viele Menschen erreichen, ganz unabhängig davon, ob sie gerade krank sind oder sich präventiv mit ihrer Gesundheit beschäftigen. Der Klient schickt uns seine Probe dann einfach per Post mit der vorgesehenen Umverpackung und einem beigelegten Post-Label zurück. Dann heißt es für ihn nur noch: abwarten. Denn dann beginnt unsere Arbeit und die ist alles andere als trivial: Sobald die Probe bei uns im Labor eintrifft, beginnt ein hochkomplexer Prozess. Wir extrahieren die mikrobielle DNA, sequenzieren sie und analysieren die genetischen Informationen mit speziell entwickelten bioinformatischen Verfahren. Dabei geht es nicht nur darum, welche Mikroorganismen vorhanden sind, sondern auch darum, was diese potenziell tun.“
ZW: „Viele Menschen wundern sich, warum sie auf ihre Ergebnisse dann zwei bis drei Wochen warten müssen?“
PH: „Das liegt genau an dieser Komplexität. Wir sprechen hier ja nicht über Schnelltests mit einigen oberflächlichen Markern. Die Sequenzierung erfordert enorme Datenmengen, die sorgfältig verarbeitet, gefiltert und eingeordnet werden müssen. Qualitätssicherung spielt dabei eine zentrale Rolle, wir prüfen die Daten mehrfach, bevor sie in die Auswertung einfließen. Nur so lassen sich belastbare Aussagen treffen.“

 

Mikrobiom-Test - Daten - BIOMES-Datenbank

Die unsichtbare Grundlage: Warum so viele Daten beim Mikrobiom-Test notwendig sind

ZW: „Ein zentrales Element Ihrer Arbeit ist Ihre BIOMES-Datenbank. Was ist sie und warum ist sie so entscheidend?“
PH: „Ohne Vergleichsdaten wäre jede Analyse isoliert und damit wenig aussagekräftig. Die eigentliche Stärke unserer Methode liegt in der Kombination aus Sequenzierung und einer sehr großen, kontinuierlich wachsenden Referenzdatenbank. Diese ist über viele Jahre entstanden – durch Forschung, durch validierte Tests und durch die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Partnern. Mittlerweile haben über 60.000 Menschen ihren Mikrobiom-Test bei BIOMES durchgeführt. Jeder einzelne Datensatz, selbstverständlich anonymisiert und DSGVO-konform, trägt dazu bei, Muster zu erkennen, Zusammenhänge besser zu verstehen und individuelle Ergebnisse korrekt einzuordnen.“
ZW: „Das klingt nach enormen Datenmengen.“
PH: „Das ist es auch. Aber genau hier liegt der Schlüssel. Ein einzelnes Mikrobiom sagt wenig aus, wenn man es nicht in einen größeren Kontext einbettet. Erst durch den Vergleich mit Tausenden anderen individuellen Profilen können wir erkennen, ob bestimmte Konstellationen ungewöhnlich sind, welche Bakterien häufig gemeinsam auftreten oder wie sich bestimmte Muster mit Ernährung, Lebensstil oder gesundheitlichen Fragestellungen überschneiden.“

Vom Befund zur Handlung: Warum BIOMES nicht beim Testergebnis stehen bleibt

ZW: „Viele Tests liefern am Ende nur ein paar Zahlen und Grafiken. Was machen Sie bei BIOMES anders?“
PH: „Das war für uns von Anfang an ein zentraler Punkt. Daten allein helfen niemandem. Deshalb arbeitet bei BIOMES ein interdisziplinäres Experten-Team aus Wissenschaftlern, Ernährungsfachkräften und Mikrobiom-Spezialisten, das die Ergebnisse in konkrete, alltagstaugliche Definitionen und Empfehlungen übersetzt. Unsere Kunden erhalten nicht nur eine Auswertung, sondern erhalten auch Vorschläge, wie sie ihr Mikrobiom gezielt unterstützen, regenerieren oder optimieren können, und zwar abhängig von ihrem individuellen Profil. Das betrifft Ernährung, Lebensstil und, wenn sinnvoll, auch den Einsatz von Probiotika.“
ZW: „Und genau hier unterscheiden Sie sich deutlich vom Markt?“
PH: „Absolut. Wir glauben nicht an Probiotika „von der Stange“. Wenn Probiotika eingesetzt werden, dann individualisiert, abgestimmt auf das jeweilige Mikrobiom. Alles andere würde dem Anspruch an Präzision nicht gerecht. Unser Ziel ist es, Maßnahmen so passgenau wie möglich zu gestalten, statt allgemeine Empfehlungen auszusprechen, die für viele Menschen schlicht gar nicht passen.“
ZW: „Zum Schluss noch eine ganz praktische Frage: Was kostet ein solcher Mikrobiom-Test eigentlich?“
PH: „Der Einzeltest für einen Erwachsenen kostet 159 Euro. Für Paare oder weitere Familienmitglieder bieten wir auch einen Doppelpack für 259 Euro an. Darüber hinaus haben wir spezielle Tests für Kinder sowie übrigens auch für Hunde, da das Mikrobiom natürlich nicht nur beim Menschen eine zentrale Rolle spielt.“
ZW: „Wenn man das einmal gegenrechnet, was viele Menschen allein für zwei oder drei allgemein beworbene Probiotika-Produkte ausgeben, ohne zu wissen, ob diese Bakterienstämme überhaupt passen oder sich in ihrem Darm ansiedeln können, dann ist das recht moderat.“
PH: „ Das sehe ich genauso, zumal bei uns ja extrem viel teure Labortechnologie dahintersteht. Aber wir versuchen, so günstig wie möglich zu sein, damit sich die Menschen das auch leisten können. Vor allem sollte man dabei auch bedenken, dass ein Mikrobiom-Test keine Ausgabe ist, die sich ständig wiederholt. In der Regel reicht es völlig aus, alle paar Monate einen Blick auf das eigene Mikrobiom zu werfen, wir empfehlen dies dreimal pro Jahr. Das System verändert sich zwar, aber nicht von Woche zu Woche. Wer einmal weiß, wie das eigene Mikrobiom aufgebaut ist und was es tatsächlich braucht, kann sehr gezielt handeln – und spart langfristig viel Geld, das sonst in ein eher blindes Ausprobieren unterschiedlicher Produkte fließen würde.“
ZW: „Herr Dr. Hammer, vielen Dank für diese Einblicke, für Ihre Aufklärungsarbeit und für dieses sehr aufschlussreiche Gespräch.“

Dr. Paul Hammer – Pionier der modernen Mikrobiom-Diagnostik

Dr. Paul Hammer - BIOMES
Dr. Paul Hammer – Bioinformatiker und Systembiologe – CEO BIOMES

Dr. Paul Hammer ist Bioinformatiker, Systembiologe sowie Gründer und CEO von BIOMES und zählt zu den führenden Experten für Mikrobiom-Analyse. Nach seiner Promotion in Bioinformatik und Systembiologie an der Universität Potsdam forschte er unter anderem am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin.

Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit der Frage, wie sich komplexe biologische Systeme – insbesondere das menschliche Mikrobiom – mithilfe moderner Sequenzierungstechnologien und datengetriebener Methoden präzise erfassen und funktionell verstehen lassen.
Mit der Gründung von BIOMES hat Dr. Hammer den Technologietransfer aus der Spitzenforschung in die praktische Gesundheitsanwendung maßgeblich vorangetrieben. Seine Arbeit verbindet Hochdurchsatz-DNA-Sequenzierung (Next Generation Sequencing), Bioinformatik und künstliche Intelligenz mit dem Ziel, individuelle Mikrobiom-Profile wissenschaftlich fundiert nutzbar zu machen.

Dr. Hammer ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen, gefragter Redner auf internationalen Fachkongressen und Autor des Buches „Der Darmkompass“. Sein Ansatz steht für Präzision, wissenschaftliche Tiefe und eine neue Generation personalisierter Gesundheitsdiagnostik.

BIOMES & INTEST.pro – moderne Mikrobiom-Diagnostik für zu Hause mit 15 % Rabatt für ZEOLITH WISSEN-Leser

BIOMES ist ein innovatives Biotechnologie-Unternehmen, das modernste Forschung zur Darmgesundheit für Menschen zugänglich macht. Mit dem Darmflora-Test INTEST.pro bietet BIOMES einen wissenschaftlich fundierten Selbsttest für zu Hause an, der die Zusammensetzung des individuellen Mikrobioms präzise analysiert. Mittlerweile haben bereits über 60.000 Menschen ihr Mikrobiom bei BIOMES testen lassen.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Stuhluntersuchungen werden die Darmbakterien bei INTEST.pro nicht gezählt, sondern anhand ihrer DNA bestimmt. Mithilfe moderner Next-Generation-Sequencing-Technologie (NGS) wird die mikrobielle DNA aus der Probe digitalisiert und computergestützt ausgewertet. Die anschließende Interpretation erfolgt über die BIOMES-Wissensdatenbank, die auf Tausenden internationalen klinischen und wissenschaftlichen Mikrobiom-Studien basiert und laufend aktualisiert wird.

Die anschließende Interpretation erfolgt über die BIOMES-Wissensdatenbank, die auf Tausenden internationalen klinischen und wissenschaftlichen Mikrobiom-Studien basiert und kontinuierlich aktualisiert wird, sowie über ein KI-Modell, das mit mehr als 60.000 eigenen Mikrobiom-Datensätzen trainiert wurde.

Die Ergebnisse der Analyse werden in einem geschützten Online-Dashboard dargestellt und liefern detaillierte Einblicke in die Darmgesundheit, die bakterielle Vielfalt sowie funktionelle Aspekte wie Entzündungstendenzen oder die individuelle Nahrungsverwertung – ergänzt durch wissenschaftlich fundierte, personalisierte Ernährungsempfehlungen.

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